Universitätsklinikum Ulm
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Krankenpflege Beruf
 

HygieiaHygieia (5. Jahrhundert v. Chr.)

Die Tochter von Asklepios (Äskulap) wird als erste Krankenpflegerin bezeichnet. Die Hygiene beschäftigt sich mit der Gesunderhaltung des Körpers, also der Vorbeugung von Krankheiten.

 

PhöbePhöbe (1. Jahrhundert n. Chr.)

Die erste Diakonisse der Weltgeschichte (vgl. Römer 16,1) führt die endlosen Reihen der "Dienerinnen Jesu" an, die ihren Lebensinhalt in der Krankenpflege und Armenfürsorge sehen.

Hildegard v. BIngenHildegard v. Bingen (1098-1179)

Die wohl bekannteste Nonne besaß ein großes medizinisches und kräuterheilkundliches Wissen. Hildegard's ganzheitliche Auffassung vom Heilen lässt uns heute immer noch viele Lehren aus ihren Werken ziehen.

 

JohanniterinJohanniterin (11./12. Jahrhundert)

Gegründet während der Kreuzzugbewegung, um sich kranken und hilfsbedürftigen Pilgern anzunehmen, führt heute auf evangelischer Seite der Johanniterorden und auf katholischer Seite der Malteserorden die alte Tradition der Fürsorge, der Unfallhilfe und der Krankenpflege fort.

Elisabeth von ThüringenElisabeth v. Thüringen (1207-1231)

Die Schutzheilige der Krankenpflege, der Barmherzigkeit und der Kinderfürsorge gehörte zu der Gruppe von Männern und Frauen, die sich nach dem Vorbild des Franziskus von Assisi um Kranke, Arme und Hungernde kümmerte.

 

BegineBegine (ab 13. Jahrhundert)

Diese Frauen hatten sich zu einer Art Genossenschaft zusammengeschlossen, um ihre persönliche Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu bewahren. Sie erteilten Kindern Unterricht, pflegten Kranke in deren Häusern und versorgten Verstorbene. Große Verdienste erwarben sie sich in der Betreuung von Seuchenkranken.

PestbruderPestbruder (14. Jahrhundert)

Um nicht erkannt zu werden hielten sich Bürger, die in der Pflege von Pest- oder Leprakranken tätig waren, unter langen Kapuzen versteckt - denn wer hätte noch Umgang mit einem Menschen haben wollen, der mit Aussätzigen zu tun gehabt hatte?

 

Hotel de Dieu OrdenHotel de Dieu Orden (12. - 16. Jahrhundert)

Ein Beispiel für Hospitalnonnen aus Frankreich, wie sie in der Zeit von 1100 bis 1500 verbreitet waren. Der Schlüsselbund am Gürtel der Schwester zeigt anschaulich, dass diese Pflegerinnen "Schlüsselgewalt" inne hatten.

VincentinerinVincentinerin (17. Jahrhundert)

Benannt nach ihrem Gründer - Vincent de Paul - arbeiteten die Schwestern in Hospitälern und in der Hauspflege. Neu war die Organisationsform dieser Pflegegemeinschaft - das sog. Mutterhaussystem: Die Mädchen lebten gemeinsam im Mutterhaus, wo sie ausgebildet und vorbereitet wurden, um anschließend an die verschiedenen Arbeitsfelder entsandt zu werden.

 

DiakonisseDiakonisse (Mitte 19. Jahrhundert)

Als Antwort auf das vielerorts abgesunkene Niveau im Pflegestand reaktivierte Pfarrer Theodor Fliedner, tatkräftig unterstützt durch seine Frau Friederike, die frühchristliche Idee des Diakonissenamtes. Die angehenden Pflegerinnen wurden systematisch in Theorie und Praxis ausgebildet. Auch äußerlich wurde der neue Stand sichtbar gemacht: Die Diakonissen erhielten dieselbe Tracht und Haube wie die gebildete und verheiratete Bürgersfrau.

Florence NigthingaleFlorence Nigthingale (1820-1910)

Sie gilt als Begründerin der modernen (Berufs)Krankenpflege in England. Sie überzeugte die Gesellschaft davon, dass es nicht ausreicht, Krankenpflege intuitiv zu betreiben, sondern, dass man pflegen genauso erlernen muss wie jeden anderen Beruf auch.

 

Berufsorganisations-SchwesterBerufsorganisations-Schwester (um 1900)

1903 gründete Agnes Karll die "Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deutschlands" und erreichte damit, dass die Ausübung der Pflege ohne Bindung an ein Mutterhaus als ein gesellschaftlich geachteter und finanziell gesicherter Frauenberuf möglich wurde.

Rot-Kreuz-SchwesterRot-Kreuz-Schwester-Ausgehtracht (um 1960)

Henri Dunant verdanken wir die Gründung von Hilfsorganisationen auf der ganzen Welt, die sich der Not und dem Leiden der Verwundeten und Gefangenen annehmen. Um die Krankenversorgung sicherzustellen, wurde die Ausbildung von Krankenschwestern in (Rot-Kreuz) eigenen Krankenhäusern durchgeführt.

 

ArbeitstrachtArbeitstracht ca. 1950

Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts hatte der Pflegeberuf ein niedriges Sozialprestige, wurde schlecht bezahlt und war durch den herrschenden Personalmangel mit ständiger Arbeitsüberlastung gekennzeichnet. Die Medizinorientierung mit Übernahme von bislang ärztlichen Tätigkeiten entfachte die Diskussion über Abgrenzung, Eigenständigkeit und beruflichem Selbstverständnis der Pflegenden.

Afrikanisches Ovambo-KleidAfrikanisches Ovambo-Kleid

Etwa 50% der Bevölkerung in Namibia besteht aus dem Volk der Ovambos. Sie leben hauptsächlich im nördlichen Landesteil. Während der Kranken– pflegeausbildung an unserer Schule können die Auszubildenden einen Einsatz nach ihrer Wahl im In- oder Ausland absolvieren. Da Alfred Schleicher - er war früher einer unserer Praxisanleiter - zwischenzeitlich in Namibia lebt, sind SchülerInnen fast schon regelmässig auf Afrika-Tour.

 

Dienstkleidung heuteDienstkleidung heute

Inzwischen haben sich die Männer mit etwas weniger als 20 % Anteil im Frauenberuf Pflege etabliert. Die Dienstkleidung ist zweckmäßig und bequem und wird vom Krankenhaus in der Regel gestellt. Trotzdem tragen immer mehr Krankenschwestern und -pfleger ihren persönlichen modischen Vorstellungen entsprechende eigene Kleidung.

Dienstkleidung OP heuteDienstkleidung OP heute

In hygienisch hochsensiblen Abteilungen wie z. B. im OP wird farblich hervorgehobene Kleidung getragen.

 

Pflege-Outfit morgenPflege-Outfit morgen

Wie werden Pflegende morgen ihre Patienten/Klienten/Kunden aufsuchen? Wird es Beratungen per Handy, per Bildtelefon, per E-mail geben? Sicher ist: Pflegenden wird in Zunkunft eine ganze Menge Mobilität und Flexibilät abverlangt werden.

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