"Schule und praktische Einsätze unter einem Dach. Das war für mich entscheidend für die Ausbildung im Kloster."
Logopädie

DAS BERUFSBILD

Logopäd/innen behandeln selbstständig und eigenverantwortlich Menschen, die unter Störungen der Stimme, der Sprache, des Sprechablaufs (z.B. Stottern) oder des Schluckvorgangs leiden. Je nach Störungsbild dauert eine Therapiesitzung zwischen 30 und 60 Minuten und wird ein- bis fünfmal wöchentlich durchgeführt. Im Vordergrund steht die Einzeltherapie, aber auch Gruppentherapien kommen in der Logopädie zum Einsatz. Die Gesamtdauer der Therapie richtet sich nach der Art und dem Ausmaß des Störungsbildes und kann sich von wenigen Sitzungen bis über mehrere Jahre erstrecken. 

In Deutschland leben über eine Million behandlungsbedürftige Patienten, die den verschiedenen Altersgruppen (Erwachsene, Jugendliche, (Vor-)Schulkinder, Kleinkinder, Säuglinge) angehören. Erkennbar ist allerdings, dass Kinder den überwiegenden Teil der Patienten bilden. Ohne Therapie sind die betroffenen Menschen unter Umständen für ihr weiteres Leben beeinträchtigt. Ihre soziale und berufliche Existenz ist bedroht, Kontaktschwierigkeiten und Vereinsamung sind oft die Folge.

Für die Ausbildung zum/zur Logopäd/in sind Sie geeignet, wenn Sie an keiner Sprachstörung erkrankt sind. Als weitere grundlegende Berufsvoraussetzungen gelten eine gute Stimme, ein gutes Gehör, musische Begabung sowie ein psychologisches Einfühlungsvermögen. 

Tätigkeiten

Die Aufgaben der Logopäd/innen sind sehr vielfältig. Hierzu gehören beispielsweise: 

  • Beratung der Patienten und deren Angehörigen
  • Erhebung logopädisch relevanter Anamnesen 
  • Auswahl geeigneter Untersuchungsverfahren, Erstellung der logopädischen Diagnose und deren Integration in die vorliegende ärztliche Diagnose
  • Erstellung, Beobachtung, Protokollierung und Auswertung von Behandlungsplänen
  • Auswahl geeigneter sprach- und/oder stimmtherapeutischer Verfahren
  • Durchführung geeigneter Behandlungsmaßnahmen 

Einsatzmöglichkeiten

Im Angestelltenverhältnis

Nach der Ausbildung können Logopäd/innen im Angestelltenverhältnis in verschiedenen Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens tätig werden, wie zum Beispiel in:

  • Krankenhäusern und Kliniken, v.a. Kinderkliniken
  • Kliniken für Stimm-, Sprach- und Sprechstörungen und kindlichen Hörstörungen
  • Hals-Nasen-Ohrenkliniken
  • Neurologischen Kliniken
  • Kieferchirurgischen Kliniken
  • Rehabilitationseinrichtungen
  • Forschungseinrichtungen
  • Heimen für Hör- und Sprachbehinderte
  • Sonderkindergärten und -schulen
  • Tagesstätten für behinderte Menschen 
  • Logopädischen Praxen
  • Praxen niedergelassener Ärzte
  • Gesundheitsämtern
  • Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen
  • Einrichtungen der Frühforderung oder Heilpädagogik
  • Logopädieschulen (als Lehrlogopäd/in)

SelbstständigKeit

Logopäd/innen können allerdings nicht nur in einem Angestelltenverhältnis tätig sein, sondern sich auch mit einer eigenen Praxis selbstständig machen. 

Berufsinformations-Film

Die Bundesagentur für Arbeit hat zur Vorstellung des Berufsbilds des/der Logopäd/in ein Video produziert, welches sich hier anschauen lässt: http://www.berufe.tv/ausbildungsberufe/gesundheit/pflege-und-therapie/logopaede-logopaedin/

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