Universitätsklinikum Ulm
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Stottergruppe
 

Die Stottergruppe an der Akademie für Gesundheitsberufe

An unserer Schule für Logopädie am Ulmer Universitätsklinikum werden Patienten aller logopädischen Störungsbilder nach ärztlicher Verordnung behandelt. Die Vorbereitung und Durchführung der Therapien erfolgt durch unsere SchülerInnen unter der ständigen Anleitung und Kontrolle spezialisierter Lehrlogopädinnen und Lehrlogopäden.

Die Patienten werden in fünf eigens dafür ausgestatteten Räumen betreut. Die Dauer jeder Therapiestunde beträgt 45 Minuten. In der Regel finden pro Patient ein bis zwei Sitzungen pro Woche statt. Im Einzelfall besteht auch die Möglichkeit, mehrwöchige Intensivphasen mit 3 - 5 Sitzungen pro Woche durchzuführen.

Neben der Einzeltherapie werden auch Gruppentherapien angeboten, in denen 4 - 6 Patienten mit jeweils 2 Therapeuten v.a. kommunikative Übungen durchführen; dabei wird auch darauf geachtet, dass der Spaß nicht zu kurz kommt.

Neben Diagnostik und Therapie hat die Beratung und Einbeziehung der Angehörigen in unserer Einrichtung einen wichtigen Stellenwert.

Kassen- und Privatpatienten erhalten Auskunft in unserem Sekretariat Tel.: (0731) 500 - 68270 , Fax: (0731) 500 - 68272

 

 

Fragen und Antworten

Was macht man da so?

“Man übt zusammen Sprechtechniken und hat Erfahrungsaustausch.“
“In der Stottergruppe übt man gemeinsam mit anderen Leuten, die stottern seine Modifikationen, man unterhält sich übers Stottern, tauscht Erfahrungen aus, gibt Hilfen, oder hat einfach zusammen Spaß.“
„Zum einen wenden wir in Gesprächen und Spielsituationen, die in der Therapie erlernten Techniken (Prep-set, Pseudostottern, Pull-out,...) an, zum anderen tauschen wir uns über Erfahrungen mit unserem Stottern aus. Dabei werden wir von zwei angehenden Therapeutinnen bzw. Therapeuten betreut, die uns immer wieder Hinweise geben, wie wir die Techniken noch verfeinern können. Gelegentlich verlagern wir die Stottergruppe auch in die Stadt und gehen Einkaufen und/oder ins Café, um das Sprechen in Alltagssituationen zu üben.“

Was ist deine Motivation, jeden Monat in die Stottergruppe zu gehen?

“Es ist nicht schlecht, ab und zu gelernte Techniken wieder auffrischen zu können und sein Sprechen von anderen beurteilt zu bekommen.“
“Neben meiner Einzeltheraphie ist die Stottergruppe sehr gut, um die Modifikationen zu üben und zu verbessern. Außderdem ist es sehr interessant, sich mit anderen Stotterren auszutauschen.“
“Nette Menschen kennenlernen und sich mit anderen Stotterern austauschen. Dass wir dabei noch die Techniken üben können, ist ein praktischer Nebeneffekt.“

Wird die Gruppe mit der Zeit nicht langweilig?

“Nein, die Therapeuten gestalten die Therapie immer interessant und abwechslungsreich.“
“Nein. Die Übungen und Themen varriieren oft, so dass es nie langweilig wird.“
„ Nein. Wir haben immer wieder neue Mitglieder und außerdem sorgen die Therapeuten/innen immer wieder für Abwechslung!“

Wie lange bist du schon dabei?

“3 Jahre.“
“Seit knapp 1 1/2 Jahren.“
„ Ich bin bei der Stottergruppe, seitdem ich meine Therapie Ende 2005 begonnen habe.“

Bringt dir die Stottergruppe etwas in Bezug auf dein Stottern?

“Ja, oft bekommt man Impulse wie man sein Sprechen noch optimieren kann.“
„Sehr viel. Aber nicht nur durch das Üben, sondern auch durch die anderen, durch ihre Erfahrungen bezüglich des Stotterns.“
„Da mein Stottern nicht so stark ist, versäume ich es öfters die Techniken gezielt einzusetzen. Die Stottergruppe hilft mir immer wieder, mich an die konsequente Umsetzung der Techniken, vor allem, wenn mein Stottern wieder stärker wird, zu erinnern.

 

Umfrage

2007 befragte ein Mitglied der Stottergruppe 20 Leute zum Thema Stottern:

Kennen Sie einen Stotterer?
Ja 71%
Nein 29%

Schauen Sie, während Sie sprechen, in seine Augen?
Ja 60%
Nein40%

Helfen Sie ihm, wenn er in einem Symptom hängen bleibt?
Ja 47%
Nein 53%

Ist Stottern völlig heilbar?
Ja 81%
Nein 19%

Ist Stottern vererblich?
Ja 24%
Nein 76%

Ist Stottern ansteckend?
Ja
Nein 100%

Ist es unangenehm für Sie, sich mit einem Stotterer zu unterhalten?
Ja 18%
Nein 82%

Ist Stottern eine psychische, geistige oder körperliche Behinderung?
Psychisch: 70%
Geistig: 18%
Körperlich: 12%

Was sollte ein Stotterer gegen sein Stottern unternehmen?
Hilfe suchen, zum Psychologen gehen, eine Therapie machen, zur Logopädie gehen, eine Hypnosetherapie machen, zum Arzt gehen, Mut zeigen, in eine Sprachschule gehen

 

Kontakt

Akademie für Gesundheitsberufe
Schule für Logopädie
Fachbereich Stottern

Susanne Gehrer
Tel.: (0731) 500 - 68254
E-Mail: susanne.gehrer@uniklinik-ulm.de

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