Universitätsklinikum Ulm
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Logopädie Therapie
 

Die logopädische Therapie an der Akademie für Gesundheitsberufe

An unserer Schule für Logopädie am Ulmer Universitätsklinikum werden Patienten aller logopädischen Störungsbilder nach ärztlicher Verordnung behandelt. Die Vorbereitung und Durchführung der Therapien erfolgt durch unsere SchülerInnen unter der ständigen Anleitung und Kontrolle spezialisierter LehrlogopädInnen.

Die Patienten werden in fünf eigens dafür ausgestatteten Räumen betreut. Die Dauer jeder Therapiestunde beträgt 45 Minuten. In der Regel finden pro Patient ein bis zwei Sitzungen pro Woche statt. Im Einzelfall besteht auch die Möglichkeit, mehrwöchige Intensivphasen mit 3 - 5 Sitzungen pro Woche durchzuführen.

Neben der Einzeltherapie werden auch Gruppentherapien angeboten, in denen 4 - 6 Patienten mit jeweils 2 Therapeuten v.a. kommunikative Übungen durchführen; dabei wird auch darauf geachtet, dass der Spaß nicht zu kurz kommt.

Neben Diagnostik und Therapie hat die Beratung und Einbeziehung der Angehörigen in unserer Einrichtung einen wichtigen Stellenwert.

Kassen- und Privatpatienten erhalten Auskunft in unserem Sekretariat Tel.: (0731) 500 - 68101, Fax: (0731) 500 - 68252

Folgende Störungsbilder werden von den Spezialisten an unserer Schule therapiert:

Aphasie   Dysarthrie   Näseln   Schluckstörungen   Spracherwerbsstörungen   Stimmstörungen   Stimmverlust   Stottern
 

Aphasie

Nach einer Verletzung des Gehirns durch Unfall (Schädel-Hirn-Trauma) oder eine neurologische Erkrankung (Schlaganfall, Tumor, Entzündungen) kommt es häufig zu Störungen der Sprache, des Sprechens und/oder des Schluckens, die logopädisch behandelt werden müssen. Die logopädischen Fachbegriffe für diese Beeinträchtigungen, die den Alltag der Betroffenen meist dramatisch verändern, heißen Aphasie, Dysarthrie sowie Dysphagie.

Aphasien sind Störungen der bereits erworbenen Sprache und führen zu mehr oder weniger starken Beeinträchtigungen der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit, im Sprachverständnis sowie beim Lesen und Schreiben, manchmal auch beim Rechnen.
Manche Patienten sprechen sehr verlangsamt - nur mit Mühe gelingt es ihnen, die geeigneten Worte zu finden oder korrekte Sätze zu bilden. Andere Patienten sprechen hingegen flüssig, oft sogar „überschießend“, verwechseln dabei aber Laute oder Wörter und machen Fehler im Satzbau. Zusätzlich kommt es häufig zu Missverständnissen, weil sie den Gesprächspartner nicht oder falsch verstehen.

Menschen mit Aphasie wissen, was sie sagen wollen. Sie sind jedoch im mühelosen und sicheren Zugriff auf Wörter und grammatisches Wissen eingeschränkt.

Daraus resultieren für den einzelnen Patienten oft große Probleme bei sprachlichen Anforderungen im Alltag. Eine Unterhaltung, ein Telefongespräch oder Zeitungslektüre z.B. ist nicht mehr oder nur noch eingeschränkt möglich. Dies kann zu Rückzug und Isolation führen.

Logopädische Therapie bei Aphasie

Bei Patienten mit Aphasie führen wir zunächst eine logopädische Diagnostik durch, in der die verbliebene sprachliche und kommunikative Leistungsfähigkeit erfasst wird. Darauf aufbauend legen wir (in Absprache mit den Betroffenen und den Angehörigen) individuelle Therapieziele fest und erstellen einen Therapieplan.

In der logopädischen Therapie setzen wir für jeden Einzelfall spezifische Übungsabläufe ein, durch die die aphasischen Störungen so weit wie möglich verbessert werden. Da bei Aphasie eine sprachliche Rehabilitation im Sinne einer vollständigen Heilung jedoch häufig nicht möglich ist, müssen die Betroffenen zusätzlich lernen, mit ihren reduzierten sprachlichen und/oder kompensatorischen Ausdrucksmöglichkeiten (z.B. Einsatz gestischer oder graphischer Zeichen) Gesprächssituationen besser zu bewältigen.

Der Erfolg der logopädischen Therapie wird also nicht nur an der Verbesserung linguistischer Fertigkeiten gemessen; von entscheidender Bedeutung ist die Verbesserung der kommunikativen Kompetenz, die sich positiv auf die allgemeine Lebensqualität der Patienten auswirkt.

Die Aphasie-Patienten, die in unserer Ausbildungseinrichtung betreut werden, kommen in der Regel 2 x wöchentlich zur Einzeltherapie. Die Dauer jeder Therapiestunde beträgt 45 Minuten. Nach Absprache besteht auch die Möglichkeit, mehrwöchige Intensivphasen mit 3 - 5 Sitzungen pro Woche durchzuführen.

AphasieZusätzlich zur Einzeltherapie werden auch Gruppentherapien angeboten, in denen 4-6 Patienten mit jeweils 2 Therapeuten v.a. kommunikative Übungen durchführen.

Neben Diagnostik und Therapie hat die Beratung und Einbeziehung der Angehörigen bei uns einen hohen Stellenwert.

Weiter Informationen erhalten Sie hier:

Lehrlogopäde Herr Mütter
Fon (0731) 500 - 68255
E-Mail: michael.muetter@uniklinik-ulm.de

 

Dysarthrie

Dysarthrien sind Sprechstörungen, die im Kindes- und Erwachsenenalter als Folge einer Schädigung des Gehirns auftreten. Die Ursachen können vielfältig sein: Schlaganfälle, Schädelverletzungen nach Unfällen, frühkindliche Hirnschädigungen, Erkrankungen des Nervensystems wie Parkinson oder Multiple Sklerose u.s.w..

Diese Sprechstörungen beeinträchtigen die Bewegungen der Sprechorgane: Atmung, Stimmgebung und Artikulation. Die Störungen können vielfältig sein. Den Betroffenen fällt es schwer die Bewegungen zu kontrollieren. Das Sprechen ist anstrengend, mühsam, verlangsamt oder zu schnell, zu leise oder zu laut. Die Stimme klingt heiser, gepresst oder rauh. Die einzelnen Laute klingen verwaschen und unpräzise. Die Betroffenen werden häufig von ihrer Umwelt nicht verstanden oder ihr Sprechen als besonders auffällig erlebt. Die Schwere der Störungen ist sehr unterschiedlich.

Nach einer Hirnschädigung ist eine vollständige Wiederherstellung der Funktionen in der Regel nicht erreichbar. Die Logopädische Therapie versucht zu Beginn den Umgang mit den Störungen zu verbessern. Das kann z.B. das Erlernen einer Sprechtechnik, die Beratung der Angehörigen oder die Versorgung mit einer elektronischen Kommunikationshilfe bedeuten.

Dysarthrie

So schnell wie möglich soll der Betroffene sich wieder verständlich mitteilen können. Daneben versucht die Therapie durch eine Stimulations- und Übungsbehandlung die Bewegungsfähigkeiten zu verbessern oder zu stabilisieren. Anhaltende Fortschritte sind aber nur über eine längerfristige Therapie zu erreichen. Die Therapie kann in Einzel- oder Gruppentherapie erfolgen.

Lehrlogopäde Herr Konerding
Fon (0731) 500 - 68250
E-Mail: ulrich.konerding@uniklinik-ulm.de

Näseln

Den veränderten Sprechklang bei einem Schnupfen hat jeder schon einmal bei sich oder anderen wahrgenommen. Das Sprechen klingt insgesamt auffällig dumpf und die Laute /m/, /n/ und /n/ können nicht klingen. Die Nasenräume können hierbei nicht ausreichend am Klang beteiligt werden. Meistens sind es organische Ursachen wie zu große Rachenmandeln oder allergische Schleimhautschwellungen, die zu so einem geschlossenen Näseln führen. Die Behandlung solcher Erkrankungen gehört in die Hände des HNO-Arztes. Nur selten ist eine logopädische Übungsbehandlung notwendig.

Das genaue Gegenteil führt zu einem nicht weniger auffälligen Sprechklang. Wenn die Atemluft zum Sprechen der oralen Konsonanten nicht im Mund ankommt, sondern durch die Nase fließt, können diese nicht präzise gebildet werden.

Näseln

Die Artikulation klingt verwaschen und dumpf. Die Vokale klingen mit zu viel Beteiligung der Nasenräume. Die Ursachen solcher offenen Näselformen können in angeborenen Störungen des Gaumensegels (z.B. eine Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte), in Lähmungen oder falschem Gebrauch begründet sein. In enger Zusammenarbeit mit HNO-Ärzten, Phoniatern und Neurologen kann eine logopädische Übungstherapie den Sprechklang verbessern helfen.

Lehrlogopäde Herr Konerding
Fon (0731) 500 - 68250
E-Mail: ulrich.konerding@uniklinik-ulm.de

 
Schluckstörungen

Schluckstörungen

Verschlucken, Husten, Atemnot: Anzeichen einer schweren Schluckstörung, die für die Betroffenen mit lebensbedrohlichen Komplikationen wie anschließender Lungenentzündung, einhergehen können. Schlucken ist eine lebensnotwendige Funktion, deren Störung all zu häufig übersehen wird. Das Schlucken kann durch Schäden an den Organen, des Mund-/Rachenraumes (Zunge, Kiefer, Gaumensegel, Kehlkopf) und des oberen Verdauungstraktes (Speiseröhre) oder durch Schäden des Nervensystems verursacht werden. Durch eine Stimulation- und Übungstherapie kann das Schlucken wieder sicherer und gefahrloser werden.

Lehrlogopäde Herr Konerding
Fon (0731) 500 - 68250
E-Mail: ulrich.konerding@uniklinik-ulm.de

 

Spracherwerbsstörungen

Haben Sie Folgendes bei Ihrem Kind beobachtet?

Ihr Kind versteht Sie nicht immer - es spricht nur wenig - es kann sich nur schwer neue Wörter merken - es spricht wenig Sätze oder verdreht diese - es spricht sehr undeutlich

Fragen Sie sich, was es bedeutet, dass Ihr Kind nichts vom Kindergarten erzählt, immer und immer wieder die gleichen Fehler macht und Ihre Unterstützung nicht zu einem besseren Sprechen führt? Sie fragen sich: Wird mein Kind plötzlich zu sprechen anfangen? Bin ich überängstlich oder soll ich mich mit meinen Sorgen beraten lassen, mir Hilfe holen?

Für diese Fragestellung sind neben dem Facharzt auch Logopäden /innen die richtigen Ansprechpartner.

Kinder mit einer Spracherwerbsstörung haben Probleme, die in Ausmaß, Ausprägung und Auffälligkeit sehr unterschiedlich sein können. Deshalb steht am Anfang der Therapie eine ausführliche Diagnostik. Hier wird abgeklärt, mit welchen Themen sich die Therapie befassen muss:

dem Verstehen von Sprache - der Satzbildung - der Erweiterung des Wortschatzes - der Aussprache / Lautbildung - dem Redefluss - der Förderung der Voraussetzungen für die Sprachentwicklung

Neuere Forschungsrichtungen und Therapieansätze ermöglichen es, bereits ab einem Alter von 2 bis 2 1/2 Jahren Entwicklungsblockaden zu erkennen und eine gezielte Förderung zu beginnen. Das Kind lernt im Spiel sein Gegenüber zu verstehen und Sprache entsprechend seiner Möglichkeiten zu benutzen. Mit einem frühzeitigen Therapiebeginn kann das Ausmaß der Folgeprobleme häufig verringert werden. Der Schwerpunkt der Sprachtherapie liegt allerdings nach wie vor im Vorschulalter ab 3 1/2 - 4 Jahren.

Gezielte Hilfestellung durch die LogopädIn ermöglicht einerseits, dass die Sprachentwicklung in Gang kommt, zum anderen, dass die eingeschränkten sprachlichen Fähigkeiten des Kindes erweitert und evtl. korrigiert werden. Bei den jüngeren Kindern steht die Förderung der nötigen Vorraussetzungen der Sprachentwicklung im Vordergrund. Neben der Arbeit mit dem Kind erhalten die Eltern gezielte Unterstützung, wie sie die Sprachentwicklung ihres Kindes positiv beeinflussen können. Inhalte der logopädischen Therapie im Vorschulalter könnten sein: Förderung von Sprachverständnis, Aufmerksamkeit, Wortschatz und Grammatik oder auch die Behandlung von Lautbildungsfehlern und Sprechunflüssigkeiten.

Die Methoden der logopädischen Therapie reichen von gezielter Vermittlung einzelner Aspekte der Sprache bis hin zu eher natürlichen, am Kind orientierten Interventionen, wie z.B. spielerisches Umgehen mit Sprache oder das Erleben von Sprache im Zusammenhang mit einer kindgerechten Handlung. Die Therapie bei Kindern ist gekennzeichnet durch eine anregende und motivierende Interaktionssituation, die dem Kind die Möglichkeit gibt, Sprache zu erleben und sich selbst auf jeder Stufe der Entwicklung mit dem Gegenüber zu unterhalten.

In Absprache mit den Eltern findet die Therapie 1 - 2 x pro Woche als Einzeltherapie statt.

Spracherwerbsstörungen

Lehrlogopädin Frau Gäkle
Fon (0731) 500 - 68253
E-Mail: juliane.gaekle@uniklinik-ulm.de

Lehrlogopädin Frau Maier
Fon (0731) 500 - 68257
E-Mail: vera.maier@uniklinik-ulm.de

Lehrlogopäde Herr Langhorst
Fon (0731) 500 - 68256
E-Mail: stefan.langhorst@uniklinik-ulm.de

Sekretariat
Fon (0731) 500 - 68101
Fax (0731) 500 - 68252

 

Stimmstörungen

Sie bemerken:

  • Ihre Stimme läuft nicht so leicht wie normal
  • Ihre Stimme klingt heiser, rauer als sonst
  • die Atmung passt nicht zum Sprechen oder Singen
  • Ihre Stimme kann nicht so laut werden, wie Sie es brauchen
  • Sprechen erleben Sie als anstrengend
  • Sie müssen dauernd räuspern, um Ihre Stimme nutzen zu können

Solche Beobachtungen und Empfindungen können auf eine Stimmstörung hinweisen. Die Ursachen können funktionell oder organisch sein. Hilfe können sie durch eine Stimmtherapie bekommen. Stimmtherapie heißt, sie kommen ein- bis zweimal pro Woche für 45 Minuten zu uns und erhalten Übungen unter kompetenter Anleitung.

Wir bieten:

  • effektive Stimmübungen für Laien und Profis
  • Stimmübungen für die Sprech- und Singstimme
  • Stimmübungen aus unterschiedlichen Ansätzen
  • Stimmübungen nach dem Funktionalen Ansatz (Lichtenberg®)
  • qualifizierte Anleitung zu neuen Erfahrungen mit der Stimme
  • Erklärungen für viele Ihrer Fragen zum Thema Stimme
  • unterstützende Übungen zu den Themen Atmung, welche Spannung muss sein, Sprechen
  • Einführung, wie die Stimme funktioniert
  • kompetente Rückmeldung über Stärken und Schwächen Ihrer Stimme
  • konstante individuelle Betreuung
  • Arbeiten auf ihrem Niveau

Ihr Weg zu uns:

Die Stimmtherapie muss von einem Arzt verordnet werden.
Entweder Sie wenden sich an den HNO-Arzt Ihres Vertrauens oder Sie lassen sich einen Termin in der Stimm-, Sprech- und Sprachabteilung der Universitätsklinik Ulm, Abt. Phoniatrie (Fon: 0731 500-59701) geben.
Mit der Verordnung kommen Sie dann zu uns. Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie an oder melden sich per Mail:

Stimmstörungen

Lehrlogopädin Frau Mandelka
Fon (0731) 500 - 68251
E-Mail: franziska.mandelka@uniklinik-ulm.de

Lehrlogopädin Frau Gäkle
Fon (0731) 500 - 68253
E-Mail: juliane.gaekle@uniklinik-ulm.de

 

Sekretariat
Fon (0731) 500 - 68101
Fax (0731) 500 - 68252

 

Stimmverlust nach Laryngektomie

Eine Laryngektomie ist die operative Entfernung des Kehlkopfes v.a. bei Rachen- und Kehlkopfkrebs. Diese lebensrettende medizinische Maßnahme bedeutet für die betroffenen Menschen den Verlust der Stimme.

Den Schwerpunkt der anschließenden logopädischen Therapie stellt demzufolge das Erlernen einer Ersatzstimme dar. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Welche dieser Möglichkeiten für einen kehlkopflosen Menschen in Frage kommt, hängt nicht zuletzt von Art und Ausmaß der Operation ab.

Diese Frage kann deshalb am besten individuell mit dem Patient, Arzt und LogopädInnen geklärt werden. Sobald nach der Operation oder Bestrahlung die körperliche Belastbarkeit einigermaßen wiederhergestellt ist, kann und sollte die logopädische Therapie beginnen.

Die Therapie findet in der Regel 1 - 2 x pro Woche statt.

Lehrlogopädin Frau Maier
Fon (0731) 500 - 68257
E-Mail: vera.maier@uniklinik-ulm.de

Sekretariat
Fon (0731) 500 - 68101
Fax (0731) 500 - 68252

 

Stottern/Poltern

"Ich stotter, 'na und?"

Sicher für die meisten Stotternden eher Wunschdenken als Realität. Denn nicht die sogennanten Primärsymptome wie B-lockierungen, Deeeeeehnungen und W-W-W- Wiederholungen im Sprechfluss sind das Unangenehme am Stottern, sondern das eigentliche Problem ist, wie sich der einzelne Betroffene damit fühlt, wie er sich und seine Sprechweise beurteilt und wie er damit umgeht. Der Wunsch etwas sagen zu wollen und nicht zu können, das Gefühl des eigenen Versagens und negative Umweltreaktionen wie Ablehnung, Spott oder Mitleid, führen bei vielen Stotternden dazu, dass ihr Stottern mit Gefühlen der Peinlichkeit und Angst verbunden ist.

Daraus resultieren häufig sekundäre Symptome, die verbal (sprachlich) (z.B. "ähm", "also") und non-verbal (nicht-sprachlicher) (z.B. Mitbewegungen, Verspannungen der Gesichtsmuskulatur) sein können. Diese Sekundärsymptome dienen in der Regel dem Vermeiden und Kaschieren des Stotterns.

Das Vermeideverhalten kann so weit gehen, dass das Sprechen ganz vermieden wird bzw. Sprechsituationen nicht mehr aufgesucht werden (z.B. Einkauf aus dem Regal im Supermarkt statt an der Theke, nicht ans Telefon gehen etc.). Wie sich die gesamte Symptomatik bei den Einzelnen stotternden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen darstellt, ist individuell sehr unterschiedlich.

Logopädische Stottertherapie

Zum einen gilt es, Methoden zu erlernen, die die Stottersymptomatik beeinflussen, d.h. Stärke und Ausmaß der Symptomatik können bis zu einer gewissen, individuellen Grenze verringert oder durch eine veränderte Sprechweise überlagert werden. Wichtig ist es, diese Hilfen auch in den Alltag zu übertragen.

Der andere wichtige Bereich ist die intensive Auseinandersetzung mit dem Stottern und den damit zusammenhängenden Gedanken und Gefühlen. Ziel sollte sein, die mit dem Stottern verbundenen negativen Gedanken und Gefühle zu verändern.

Im Kindesalter sollte ein Schwerpunkt der Therapie sein, dem negativen Entwicklungsprozess, der häufig mit dem Stottern verbunden ist, entgegenzuwirkten. In der Regel gilt (im Kindesalter): je früher die Behandlung einsetzt, desto günstiger ist die Prognose.

Stottertherapie an der Akademie für Gesundheitsberufe

Die Therapie findet in der Regel 2 x pro Woche als Einzeltherapie statt. Die Dauer einer Therapiestunde beträgt 45 Minuten. Neben der Einzeltherapie gibt es auch Angebote für Gruppen: z.B. Jugendlichen-Gruppe, Elternabende etc..

Während der Therapie mit Stotternden werden auch die Bezugspersonen miteinbezogen.

Zuständig für die Therapie ist eine auf Stottertherapie spezialisierte Lehrkraft.

Stottern

Lehrlogopädin Frau Gehrer
Fon (0731) 500 - 68254
E-Mail: susanne.gehrer@uniklinik-ulm.de

Lehrlogopäde Herr Langhorst
Fon (0731) 500 - 68256
E-Mail: stefan.langhorst@uniklinik-ulm.de

Sekretariat
Fon (0731) 500 - 68101
Fax (0731) 500 - 68252

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